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 Öffentlichkeitsarbeit/11. Nationale Gesundheitskonferenz: Prävention ist eine ständige Baustelle


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«Prävention ist eine ständige Baustelle»
Was wird in Freienbach und den anderen Höfner Gemeinden in Sachen Alkoholprävention unternommen? In Pfäffikon gabs einen Einblick.
Regula Kaspar-Fisler
An der nationalen Gesundheitsförderungskonferenz am Donnerstag und Freitag im Seedamm Plaza in Pfäffikon diskutierten Fachleute über die Kluft zwischen Arm und Reich und die Probleme, die sich daraus im Gesundheitsbereich ergeben. Es hat sich gezeigt, dass die Auswirkungen der persönlichen Lebensumstände auf die Gesundheit bis anhin unterschätzt wurden. Mit einem Workshop an der Konferenz präsent waren auch Vertreter der Gemeinde Freienbach. Im Fokus stand das Thema Alkoholprävention in den Höfner Gemeinden Freienbach, Wollerau und Feusisberg. Entsprechende Bestrebungen gibt es in Freienbach seit zehn Jahren. Franz Merlé, Gemeinderat und Vorsteher des Ressorts Gesundheit und Soziales, zog gestern im Workshop eine mehrheitlich positive Bilanz. Obwohl das Projekt als solches natürlich nie abgeschlossen sei: «Es ist eine ständige Baustelle.» Was 1998 mit einer Tagung für Vereinspräsidenten begann, hat sich inzwischen auf den ganzen Bezirk mit seinen 27 000 Einwohnern ausgedehnt. «Wir haben gemerkt, dass es sonst schwierig ist, die Oberstufenschüler zu erreichen.»
Problem Privatpartys Die Bemühungen gehen in verschiedene Richtungen. Einerseits versuchte man zu Beginn, Vereinspräsidenten, den Wirteverband oder Organisationskomitees von grossen Festen für die Problematik zu sensibilisieren. Konkret wurden zum Beispiel Massnahmen zur Eintrittskontrolle angeregt. Andererseits wurde auch auf Repression gesetzt. Zusammen mit der Polizei wurden ab nun unangemeldete Kontrollen in Lokalen durchgeführt. «Dabei traten auch Missbrauchsfälle zutage», sagt Merlé. Und das hat Konsequenzen: Wird ein Betrieb zum dritten Mal beim Alkoholausschank an Minderjährige erwischt, wird ihm das Patent entzogen Die Resonanz der Betroffenen auf das Projekt wertet Merlé mehrheitlich als positiv. Ein Quantensprung sei insbesondere bei den sogenannten Gelegenheitswirtschaften zu verzeichnen. So werde heute vermehrt in Sicherheitskonzepte investiert. Damit ist es jedoch noch nicht getan. Mit jedem Jahrgang rücken in Freienbach durchschnittlich 150 Jugendliche nach. Handlungsbedarf sieht Merlé derzeit vor allem bei Privatpartys. Verschiedentlich müssten Jugendliche nach solchen Feiern wegen exzessivem Alkoholkonsum ins Spital eingewiesen werden. Deshalb will man nun versuchen, Personen, die Räume für solche Partys vermieten, zu sensibilisieren.
Es geht auch ohne Alkohol Alkoholprävention heisst aber auch, neue Wege aufzuzeigen. Verena Weber, Leiterin der Jugendkontaktstelle der Gemeinde Freienbach, zeigte dies anhand der «Zero Limit Bar». Diese wird von den Höfner Gemeinden finanziert und genutzt. An rund zehn Anlässen ist die mobile Bar pro Jahr im Einsatz. Hinter dem Tresen mixen ausgebildete Jugendliche alkoholfreie Drinks. Die Jugendkontaktstelle bietet nämlich auch einen Shakerkurs an, der von jedem dritten Jugendliche auch besucht wird. Unter anderem kommt die Bar an Gemeindeanlässen zum Einsatz, zum Beispiel an der Jungbürgerfeier. Die drei Höfner Gemeinden haben sich vor einiger Zeit entschlossen, drei Anlässe pro Jahr ohne Alkoholausschank durchzuführen. Vorbildfunktion – auch das gehört zur Prävention
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