.jpg)
.jpg)

|
 |
Vorsätze und Wünsche zum Neuen Jahr
Wer kennt es nicht, die vielen Vorsätze und Wünsche die sich jeder vornimmt um diese dann im Neuen Jahr umzusetzen. Ist das in der heutigen Zeit überhaupt noch aktuell, oder woher kommt dieser Brauch? Vielleicht haben Sie sich das auch schon mal überlegt.
Von Moody Angehrn*
Wenn sich ein Jahr dem Ende neigt, halten viele Menschen Rückschau auf das, was sie in diesem Zeitraum hinter sich gebracht, was sie geleistet haben oder was vielleicht nicht so gut gelungen ist und tragen so zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung bei. Bei einer solchen Rückschau erkennen sie oft, was im neuen Jahr dazu beitragen könnte, Dinge besser zu machen oder positiver zu gestalten. Das Ergebnis eines solchen Rückblicks sind dann die berühmten guten Vorsätze für das kommende Jahr.Glück- und Gesundheitswünsche auszusprechen, ist üblich. Der „gute Rutsch“ stammt allerdings nicht aus der modernen Zeit, sondern geht wie so manches auf das Jiddische zurück. Aus dem Hebräischen Rosch (Kopf, Anfang) wurde tov rosch (guter Anfang), was schliesslich zum heutigen Rutsch wurde. Ein „guter Rutsch“ bezeichnet man also als“guter Anfang“!
Und wieso heisst es überhaupt Silvester ? Dieser Tag wurde nach dem katholischen Tagesheilligen, Papst Silvester benannt. Er verstarb am 31.12.335 in Rom. Zum Gedenken an ihn trägt der letzte Tag im Jahr seinen Namen.
Vorsätze und Rituale zum Jahreswechsel Für viele Menschen spielen die sogenannten Glücksbringer einen grosse Rolle. Zwar betont fast jede(r), nicht abergläubisch zu sein, dennoch sind um den Jahreswechsel allerorten eine Reihe alter Symbole zu sehen: Glücksschweine und Kaminfeger, Vierblättriger Klee usw. Diese Symbole sollen gute Boten fürs neue Jahr sein. Selbstlose Menschen mit einem globalen Bewusstsein wünschen sich in dieser silvesterlichen Besinnlichkeit höhere Dinge wie Weltfrieden, Gesundheit für alle und Freiheit für alle unterdrückten Menschen. Andere wiederum denken da eher an ihr persönliches Wohlergehen und wünschen sich eine Lohnerhöhung, ein eigenes Haus, einen sechser im Lotto oder ein neues Auto mit schönen Alufelgen. Oder wie wäre es mit dem Rauchen aufzuhören, weniger zu essen, mehr Sport zu treiben, mindestens zehn Kilo weniger auf den Hüften zu haben, mehr Zeit für den Partner, die Kinder und die Familie einzuräumen. Alles das sind Vorsätze die jeder von uns kennt oder sich selber schon einmal auferlegt hat. Doch kaum sind die Weihnachtstage überstanden und die guten Vorsätze zu Sylvester gefasst, sind sie auch schon wieder vergessen. Hat man sie sich doch aber „hochheilig“ versprochen. Diese Situation kennt fast jeder und doch ist man immer wieder bereit es Ende Jahr aufs neue zu versuchen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.Doch auch viele Menschen haben das erkannt und machen sich keine Vorsätze mehr, nach der Devise ich lebe wie es kommt und mache das Beste daraus und lasse mich nicht schon am Anfang des Jahres unter Druck setzen.
Warum ist gerade am 1. Januar Neujahr ? Es war nicht immer so. Papst Innozenz XII legte 1691 fest, dass der 1. Januar am Neujahrstag sei. Vorher feierten die Christen den Neujahrstag am 6. Januar, später am 25. Dezember den Jahresbeginn. Heute noch heisst in den Alpen der 6.Januar „grosses“ oder „hohes Neujahr“. Denn für die Bergbauern beginnt erst ab dann das „richtige“ Neujahr. Im römischen Kalender wurde der 1.Januar schon anno 46 vor Christi offiziell zum Jahresbeginn erkoren. Im Mittelalter wurde am Neujahrstag das „Fest der Narren“ gefeiert. Bürger und Priester stülpten sich Larven über den Kopf und trieben Unfug. Dieses Fest gibt es heute nicht mehr, es wurde von der Fasnacht übernommen. Viele Religionen feiern Neujahr an anderen Tagen. Manche haben sogar einen beweglichen Neujahrstag. Die Juden und der Islam nach Mondjahren, die Iraner nach Sonnenjahren. In China beginnt das neue Jahr zwischen Ende Januar und Ende Februar.
Doch egal welcher Religion oder Kultur man angehört, überall gibt es die Wünsche und Vorsätze zum neuen Jahr. Das verbindet.
*Moody Angehrn ist Jugendarbeiter der Gemeinde Freienbach
--------------------------------------------------
Das Dilemma des guten Vorsatzes
Träume sind Schäume. Und leider entpuppen sich viele der guten Neujahrsvorsätze als genau solche. Doch ist dieses Scheitern wirklich ein Scheitern und nicht sogar ein Gewinn? Und sind Vorsätze und Wünsche nur eine Sache der Erwachsenen, die den Jugendträumen entwachsen sind? Der folgende Artikel hat nicht den Vorsatz, Wünsche zu erfüllen und macht sie auch nicht zu einem besseren Mensch. Aber vielleicht lässt er sie schmunzeln (und beschert ihnen somit eine Minute Glück).
Anina Peter *
Die guten Vorsätze zu Jahresende - wer kennt sie nicht? Kaum endet das alte Jahr, nimmt man sich vor sein ganzes Leben umzukrempeln. Voller Tatendrang und Willenskraft geht man die Bessermensch-Werdung an. Doch schon nach kurzer Zeit kommt die Ernüchterung. Die Zigarette räuchelt wie gewohnt vor sich hin, das neue Fitnessabo samt Designer-Turnschuhen kam nur zwei Mal zur Anwendung und der Kopf brummt wieder einmal heftig von den drei Flaschen Wein am Abend zuvor. Was solls?! Altbewährtes hält am längsten und so auch die Ehrlichkeit. Bald schon hat man die Selbstverblendung aufgegeben und der alte Trott hat einem wieder. Naja, nächstes Jahr hat man ja wieder eine Chance zum Idealbild seiner selbst zu werden.
Der Klub der Aufgeber Beginne nicht mit einem grossen Vorsatz, sondern mit einer kleinen Tat. Dies besagt ein altes deutsches Sprichwort. Leicht gesagt, denn Worte sprechen halt doch meist lauter als Taten. Und wer wird nicht gern gehört in unserer wortgewandten Welt? Doch im Endeffekt bekommt nur derjenige mit den guten Vorsätzen die Enttäuschung zu spüren. Die Zuhörer unserer Wunschlitaneien schmerzt das Versagen wenig. Im Gegenteil. Schliesslich kann man sich daran ergötzen und über das eigene Scheitern hinweg trösten. Man ist nicht alleine im Klub der Aufgeber! Der positive Nebenaspekt ist das Mitgefühl, das aufkommende Verständnis, das Zugehörigkeitsgefühl – eine richtige Bilderbuchfamilie. Sind wir nicht alle so menschlich, wir Menschen? Man könnte also sagen, dass das Scheitern an guten Vorsätzen zur Verbesserung der Gesellschaft beiträgt! Lasst uns also alle gemeinsam scheitern.
Jugendträume Gute Vorsätze sind keineswegs ein Erwachsenen-Ding. Früh übt sich wer ein guter Wünscher sein will. So auch die Jugend. Doch in der Zeit der Teenagerjahre sind die Vorsätze meist an greifbare Ziele gebunden. Diese können tiefgesteckt sein (oder durchgesteckt - wie ein Zungenpiercing), aber auch herausfordernd und hoch. So dominiert der Wunsch eine Lehrstelle zu finden und einen guten Schulabschluss zu machen bei den Jugendlichen in der Gemeinde. Daran gekoppelt sind Gefühle wie Zuversicht, Hoffnung, Sturheit und Einsatzfreude. Hoffen wir, dass die Welt diese Wünsche nicht zerbrechen lässt, sie dafür aber stärkt und ausreift. Denn schliesslich wünscht sich die Jugend im selben Atemzug auch Gesundheit, weniger Armut, Frieden und Glück für die gesamte Welt. Danke!
*Anina Peter ist Jugendarbeiterin in Ausbildung der Gemeinde Freienbach
------------------------------ Rückblick – Ausblick
Durchs Jahr stellt einen das Leben immer wieder vor verschiedene Situationen. Es sind Entscheidungen gefragt, man nimmt sich etwas vor oder man wünscht sich etwas. Wir alle setzten uns privat, wie auch bei der Arbeit damit auseinander. Ein Jahreswechsel bietet aber doch eine spezielle Möglichkeit wieder einmal bewusst Bilanz zu ziehen. Was im vergangenen Jahr ist gelungen und war gut? Gute Erfahrungen nehme ich ins neue Jahr mit und erinnere mich gerne daran. Dann gibt es aber auch noch die schwierigen Situationen, an denen man zu „gnagen“ hatte. Was macht man damit? Vergessen? Ignorieren? Nicht hinsehen in der Hoffnung, dass sie dann von alleine verschwinden? Das Ziel wäre es, das Positive herauszunehmen, daran zu wachsen und zu versuchen, es das nächste Mal anders zu machen, was ich ziemlich schwierig finde. Ein neues Jahr hat begonnen. Was bringt es mir? Was werde ich schönes erleben? Welche Hürden habe ich zu nehmen? Spannend, denn die Antwort werde ich erst im nächsten Jahr kennen. Mir Vorsätze zu nehmen habe ich aufgegeben, da ich sie sowieso nicht einhalte. Wünsche habe ich natürlich. Gesundheit für meine Familie und alle, die mir Nahe stehen und dass sich meine Kinder, jedes nach seinen Fähigkeiten, frei und froh entwickeln können. Ich hoffe alles in meiner Macht stehende dazu beizutragen. Ausserdem möchte ich in meiner Arbeit erfolgreich sein. Als Katechetin darf ich eine 6. Klasse auf ihrem Lebensweg ein Stück begleiten. Für sie hat mit dem 2010 ein wichtiges Jahr begonnen. Es wird entschieden, wie es in der Oberstufe weitergeht. Die Weichen für die Zukunft werden gestellt. Zudem steht die Firmung vor der Tür. Meine Schüler haben sich entschieden, sich firmen zu lassen. Für sie bedeutet dies, dass Gott sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleitet. Als meine Aufgabe sehe ich es, ihnen Raum und Platz zu geben, damit sie in diesem Glauben gestärkt werden. Ebenfalls erachte ich es als wichtig, dass sie ihre Gaben und Talente durch ihren Glauben frei entfalten können und sich so zu starken und individuellen Persönlichkeiten entwickeln. Ich möchte ihnen ins Bewusstsein rufen, dass sie durch den Einsatz all ihrer positiven Fähigkeiten die Welt ein Stück verbessern. Tina Mariño, Katechetin Altendorf
|
 |