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 Öffentlichkeitsarbeit/Archiv 07/Global Kids. Fremd und zu Hause in der Schweiz


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Spagat zwischen den Kulturen
Im Rahmen der Ausstellung «Global Kids» wurde im Jugendtreffpunkt «Switch» ein Kurzfilm gezeigt – mit anschliessender multikultureller Diskussion. Gäste blieben leider aus, so dass eine wertvolle Gelegenheit vertan war.
Von Thomas Schlup
Pfäffikon. – Der vor zwei Jahren gedrehte Kurzfilm «2 und mehr Kulturen in mir» war das Resultat «dreier intensiver Wochenenden und basiert weitgehend auf jugendlicher Eigeninitiative», sagte am Freitag Jugendarbeiter Martin Angehrn. «Der Film ist immer noch aktuell.»
Wie vereinbar sind zwei Kulturen?
Im sehr persönlichen Film zeigen die Jugendlichen den Spagat zwischen zwei Kulturen. «Wir haben den viel grösseren Zusammenhalt in der Familie und treffen uns regelmässig», heisst es auf der einen Seite. «Gleiche Ausbildungsmöglichkeiten für Mädchen und Jungen sowie mehr Berufsmöglichkeiten und mehr Freiheiten zum Leben», heisst es auf der anderen Seite. «Wir wünschen uns gleiche Chancen bei der Lehrstellensuche und dass nicht alle in einen Topf gekippt werden»,war eine der Kernaussagen der Oberstufenschüler im Film. Nicht Glaube oder Nachname sollen entscheiden, sondern der Mensch und seine Fähigkeiten. An der Situation hat sich nicht viel geändert, wie Jeton Morina aufzeigte. Für den hier aufgewachsenen jungen Mann mit kosovarischen Wurzeln war die Suche nach einer Lehrstelle erst dank der Fürsprache seines Vaters erfolgreich: «Ich erhielt viele Absagen, aber schliesslich ergab sich die Möglichkeit, bei einer Firma eine Anlehre im Strassenbau zu machen.» Angehrn berichtete über die weiteren Lebenswege der sieben jungen Menschen aus dem Film: «Vier konnten eine Lehre beginnen, ein Mädchen ging mit den Eltern zurück ins Ursprungsland, und von zweien weiss ich nichts.» Die Jugendlichen hatten für die geplante Diskussion Plakate gemalt sowie verschiedene Speisen und feinen, aromatischen Tee mitgebracht. Die grossen Abwesenden waren an diesem Abend die Erwachsenen, die aber oft nicht müde werden, bei der erstbesten sich bietenden Gelegenheit über «die Jugend» zu schimpfen. Chance vertan, ist man genötigt festzuhalten.
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