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Zeitungsartikel: Höfner Volksblatt, 17. Februar 06
Klappe und Action im Meitliträff des Jugendzentrums
Elf Monate Arbeit haben sich mehr als gelohnt. Bei der Präsentation des Films „En Schlag is Läbe“ im Jugendzentrum SWITCH in Pfäffikon, fanden die Filmprofis des Meitlitreffs ein begeistertes Publikum. Von Manuela Röthlisberger
Das Dazugehören bei einer Gang wird zur Normalität bei vielen Jugendlichen. Dabei verbringen die Teenager ihre Freizeit teilweise nicht nur mit legalen Aktivitäten. Der Film zeigt zwei Mädchengangs mit verschiedenen Einstellungen und Zeitvertreiben: Während die eine Gruppe sich mit Diebstählen das Taschengeld aufbessert, betätigt sich die andere Clique mit Drogendeal. Die beiden Gangs treffen eines Tages aufeinander und geraten in Konflikt wegen Diebstahlbeschuldigungen. Die Einigung erfolgt schliesslich doch. Es wird ein Treffen zur Geldübergabe vereinbart. Die Pläne werden jedoch von der Polizei durchkreuzt: die Mädchen werden erwischt und kommen in Untersuchungshaft. Der Schluss des Films nimmt eine gute Wendung: die Mädchen lassen ihre kriminelle Vergangenheit hinter sich und beginnen ein neues Leben, jede für sich. Aus ihnen werden Weltenbummler, Tänzerinnen, She-DJs, Barkeeperinnen, Sekretärinnen, Kanti-Schülerinnen und Kosmetikerinnenlehrlinge.
Filmabend für die Familie Am Dienstagabend fand die Präsentation des Films im Jugendtreff Pfäffikon statt. Ein grosszügiger Apero mit selbst gemachten Häppchen des Meitliträffs eröffnete den Event. Der Höhepunkt des Abends war der Film. Auch für einige Mädchen, welche bei der Produktion mitwirkten, war es das erste Mal, den ganzen Film zu sehen. Es herrschte muntere, lebhafte Stimmung. Der Stolz der Mädchen war spürbar – zu Recht! Abgerundet wurde der Abend mit einem Töggeli-Turnier mit den Familien. Ein rundum gemütlicher Abend war der ideale Rahmen für die Filmpremiere.
Stolzes Produkt aus Eigeninitiative des Meitliträffs Mit der Hilfe der Leiterin des Jugendzentrums, Gabriella Maspoli, produzierten zwölf 13 bis 14jährige Mädchen in vollkommener Eigenarbeit einen Film. Der Besuch des Jugendfilmfestivals im letzten Jahr motivierte die Mädchen zu diesem Projekt. Das Ziel war es, Ende Dezember 2005 den Film einzureichen und sich damit für das Jugendfilmfestival zu bewerben. Es ist wahnsinnig, wie viel Arbeit hinter dem 17minütigen Film steckt: vom Schreiben der Geschichte über das Schauspielen bis zum Auswählen der Musik und dem Schneiden des Films liegt alles in den Händen der Teenager. Der enorme zeitliche und kreative Einsatz ihrerseits ist lobenswert. Gabriella Maspoli ist stolz, dass die Mädchen durch ein gemeinsames Interesse es geschafft haben, Unterschiede in Musik, Schule, Kleidung und Herkunft zu vergessen. Für das Leben können die Teenager vom Gedanken profitieren, gemeinsam stärker zu sein und so ein Produkt zu erreichen. Ebenfalls kann sich die Jugendzentrums-Leiterin vorstellen, mit der Oberstufe ein Projekt zu erarbeiten, das die Möglichkeit bringt, den Film nochmals vor Jugendlichen zu zeigen in Kombination mit weiteren Präsentationen.
Spass und Gemeinschaftsgefühl Auch die Mädchen waren rundum zufrieden mit ihrem Film. Trotzdem, dass es mit der Teilnahme am Jugendfilmfestival nicht geklappt hat, sind sie überzeugt, dass die Arbeit sich gelohnt hat. Im Nachhinein hat es ihnen am meisten Spass gemacht, in andere Rollen zu schlüpfen. Ebenso wollten sie unbedingt die misslungenen Szenen zeigen. Trotz der reifen Leistung hat noch keine von ihnen vorgesehen, beruflich in die Filmbranche einzusteigen. Doch was nicht ist, kann noch werden. Vielleicht denken sie über ein weiteres gemeinsames Filmprojekt nach. Die Bewerbung bei anderen Jugendfilmfestivals wird in Betracht gezogen. Auf jeden Fall würde es sich lohnen, denn dieses Ergebnis lässt sich sehen.
Bildlegende: Die Meisterinnen höchstpersönlich: Obere Reihe (v.l): Ramona, Chantal, Jasmina, Majlinda und Selma. Untere Reihe (v.l): Jasmin, Janine und Anita.
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