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Öffentlichkeitsarbeit/Archiv 06/Anstösse zur Eigenverantwortung

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Zeitungsartikel: March Höfe Anzeiger, 11. Februar 05

Ein zentrales Anliegen der Jugendkontaktstelle ist es, den Jugendlichen Chancen zu bieten, damit sie eigenverantwortlich handeln können. Inhaltlich soll das dieses Jahr in den Bereichen Gesundheitsförderung, aber auch im gleichberechtigten Umgang der Geschlechter miteinander geschehen.

Gabriella Maspoli und Martin Angehrn stellten gestern die Ziele der Jugendarbeit für dieses Jahr vor. Sie setzt die Schwerpunkte im Bereich Gesundheitsförderung, Gleichstellung von Frau und Mann und in einer weiteren Vernetzung der Jugendarbeit mit der Öffentlichkeit.
Inhaltlich möchten die beiden Jugendarbeiter in verschiedenen Bereichen wie Ernährung, Alkohol, Bewegung, Rauchen, Kiffen, Freizeitgestaltung und Kommunikation kleine Projekte realisieren.
«Wir wollen den Jungen Anstösse geben, damit sie lernen, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen», formuliert Gabriella Maspoli das alle Themen übergreifende Anliegen. Dieser zentrale Punkt kommt auch im Motto, das über das Jahresprojekt gestellt ist, zum Ausdruck: «Es isch diis Lääbe, nimms i d Hand.»

Mit Ernährung ernst gemacht
Zum Start hat sich das Jugi das Thema «Gesunde Ernährung» auf die Fahne geschrieben. «Wir machen beispielsweise die Ernährung zum Thema, indem wir das gesamte Sortiment des Kiosks erneuerten», erläutert Maspoli. «Die süssen Riegel und Zuckernudeln sind verschwunden und haben Früchten Platz gemacht. Genau so erging es den gesüssten Mineralwassern und dem Eistee. An ihre Stelle sind Fruchtsäfte, Mineralwasser und Tee getreten.»
Dadurch würden die Jugendlichen neue Produkte kennen lernen und seien auch ein Stück weit gezwungen, ihre Ernährungs- und Trinkgewohnheiten zu überdenken, führt Maspoli aus.
«Das Ziel ist es, dass sich die Jugendlichen am Schluss dafür entscheiden, eine Hand voll von Produkten aus dem ‹gesunden Kiosk› ins alte Sortiment zu übernehmen.» Damit sei schon viel gewonnen. «Überlegungen zum Thema Ernährung haben so an einem konkreten praktischen Beispiel gemacht werden können », führt Maspoli aus.

Alkohol bleibt wichtiges Thema
«Auch das Thema Alkohol will man mit gemeinsamen kleinen Projekten angehen», sagt Martin Angehrn. So wolle man die Zerolimit-Bar in den Switch holen und die Jugendlichen für nicht alkoholische Drinks begeistern.
«Es ist wichtig, dass die Jugendlichen animiert werden, sich selber nicht-alkoholische Drinks zu ‹shaken› », sagt Angehrn. Um das zu fördern,biete man eine Gelegenheit zum «Selber-Shaken». «Die Jugendlichen hatten die Idee, dass – um das zu fördern – die ‹selbst geshakten› Fruchtsaftdrinks günstiger sein sollen als die an der Bar fixfertig zubereiteten », ergänzt Gabriella Maspoli.
Eines der Ziele sei es auch, in mindestens einem Projekt die Eltern stärker miteinzubeziehen. Aber auch mit den Oberstufenlehrern soll zusammengearbeitet werden. «Jugendarbeit kann sich ja nicht losgelöst von den anderen Feldern, in denen die Jugendlichen stehen, ereignen», erläutert Gabriella Maspoli. Die grosse Chance der Jugendarbeit sei es aber, dass sie dort wirken könne, wo nicht Leistungen eingefordert würden, sondern wo die Jungen freiwillig hinkämen.

Chance der Freizeit nutzen
«Wir müssen nicht, wie die Eltern, Grenzen setzen und Verstösse sanktionieren, sondern können den Jugendlichen zeigen, dass es auch die Möglichkeit gibt, eigenverantwortlich zu handeln», führt Gabriella Maspoli aus.
«Gerade weil die Jugendlichen freiwillig hierherkommen und ja gar kein Zwang besteht, dass sie zu uns kommen müssen, haben wir die Chance, sie zur Eigenverantwortung hinzuführen.»

von Fredy Stäheli


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